Digitale Werkzeuge aus der landwirtschaftlichen Praxis
Mit seinem Impulsvortrag „Digital-Farming – Praktischer Nutzen digitaler Tools und selbstentwickelter Apps“ brachte Andreas Dörr von Doerr-Agrar die Perspektive eines landwirtschaftlichen Betriebs ein. Dabei ging es um eine zentrale Frage: Wie lassen sich Technologien so einsetzen, dass sie den Arbeitsalltag tatsächlich vereinfachen?
Digitalisierung bedeutet nicht nur automatisierte Maschinen, Sensorik und präzisere Feldarbeit. Auch die Organisation des Betriebs, die Verwaltung von Informationen und die Zusammenarbeit zwischen Mitarbeitern bieten erhebliche Potenziale.
KI kann die Betriebsorganisation verändern
Im landwirtschaftlichen Büro entstehen täglich zahlreiche Aufgaben: Dokumente bearbeiten, Informationen recherchieren, Verträge verwalten, Daten auswerten und betriebliche Abläufe koordinieren. KI-basierte Werkzeuge können helfen, wiederkehrende Arbeitsschritte zu reduzieren, Informationen schneller zugänglich zu machen und Prozesse effizienter zu gestalten.
Dabei geht es nicht darum, landwirtschaftliche Entscheidungen vollständig an KI abzugeben. Vielmehr soll die Technologie Menschen unterstützen und Freiräume für unternehmerische Aufgaben schaffen. Entscheidend sind strukturierte Informationen und klar definierte Prozesse.
Von Einzellösungen zum vernetzten Betrieb
Ein Thema der Werkstatt war die Vernetzung unterschiedlicher Systeme. Neben KI-Anwendungen im Pflanzenbau standen auch die Vereinfachung von Verwaltungsprozessen und die Vertrauenswürdigkeit KI-basierter Lösungen im Blickpunkt.
Auch der Landmanager war in Leipzig vertreten – als ein Beispiel dafür, wie sich landwirtschaftliche Flächen, Verträge und Geodaten strukturiert zusammenführen lassen. Das Produkt stand jedoch nicht im Mittelpunkt der Veranstaltung: Im Zentrum stand der fachliche Austausch über den praktischen Nutzen digitaler Lösungen.
Austausch zwischen Praxis und Forschung
Vorträge, Praxisbeispiele und Gespräche brachten Perspektiven aus Landwirtschaft, Wissenschaft und Technologieentwicklung zusammen. Ein Programmpunkt stellte außerdem Ergebnisse des ersten sächsischen Landwirtschafts-Hackathons vor.
Digitalisierung muss im Alltag funktionieren
Unser Fazit aus Leipzig: Die größten Chancen der Digitalisierung liegen nicht allein in neuen Technologien, sondern in besseren betrieblichen Abläufen. KI kann Betriebe unterstützen, Informationen, Prozesse und Ressourcen effizienter zu organisieren – vorausgesetzt, die Lösungen bleiben verständlich, zuverlässig und praxistauglich.
Wir bedanken uns bei der Wirtschaftsförderung Sachsen, Agronym e. V., dem Smart Farming Lab der Universität Leipzig und allen Beteiligten für den fachlichen Austausch.
Digitale Flächenverwaltung kennenlernen
Wie lassen sich Verträge, Flächen und Geodaten in einer Anwendung zusammenführen?